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Kinder als Forscher und Konstrukteure
zu bezeichnen, entspricht dem modernen Bildungsverständnis in
der Frühpädagogik. Sie entwickeln Hypothesen, forschen
und experimentieren, überprüfen ihre Hypothesen und entwickeln
sie weiter, indem sie nachfragen und erneut etwas ausprobieren.
In der Berufsfachschule für Zusatzqualifikation begeben sich
Erzieherinnen selber auf den Weg des Forschens. Sie stellen Vermutungen
an, was wohl geschehen wird, wenn man z.B. Backpulver und Essig miteinander
vermischt. Führen das Experiment durch und überlegen anschließend,
was da eigentlich jetzt passiert ist.
Bei diesem Prozess können die Erwachsenen feststellen, dass
die alltäglichen Dinge und Ereignisse Anlass zum Staunen sind.
Fragen tauchen auf, Neugierde erwacht und eifrig werden Überlegungen
angestellt, weiter nachgeforscht und neue Erkenntnisse gewonnen.
Viele der Teilnehmerinnen erleben diesen Prozess durchaus als lustvoll,
spannend und bereichernd. Dadurch finden sie einen neuen Zugang zum
naturwissenschaftlichen Experimentieren und werden mutiger, durch
Bereitstellung von Materialien und Impulse diesen Zugang auch den
Kindern zu ermöglichen und gemeinsam mit ihnen, die Phänomene
der Umwelt staunend zu erforschen. |